Das Ende des Alterns, Prof. Dr. David A. Sinclair

David A. Sinclair ist Professor für Genetik an der Harvard Medical School und Pionier der epigenetischen Medizin. In diesem Buch erklärt er, auf welche Weise man Gesundheit und Lebensdauer steigern kann. Unser Epigenom nimmt über die Jahrzehnte Schaden. Diese Schäden lassen uns altern und machen uns anfällig für Krankheiten.  

Prof. Sinclair erforscht, wie man die richtigen Gene wieder aktivieren und so den Organismus heilen und verjüngen kann. Seine Forschungsergebnisse eröffnen ungeahnte Möglichkeiten für die Medizin, aber sie können auch zu gesellschaftspolitischen Verwerfungen führen. 

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David Sinclair „Das Ende des Alterns“ – Buchbesprechung

 

David Sinclair ist Professor für Genetik und Co-Direktor des Paul F. Glenn Center for Biology of Aging Research an der renommierten Harvard Medical School. Er ist bekannt als Vorreiter der Altersforschung mit Fokus auf Epigenentik.   

Sein Buch Lifespan“, wie das Buch im Englischen heißt, oder auch „Das Ende des Alterns“, ist das zur Zeit wohl bedeutendste Buch über die Umkehr des Alterungsprozesses und ein New York Times Besteller. Es gibt einen unverkennbaren Überblick auf neue und ältere Entwicklungen im Bereich der Altersforschung. 

David Sinclair ist der Meinung, dass Alter als eine Krankheit betrachtet werden sollte, die man schon heute therapieren und in Zukunft sogar gänzlich vermeiden könne. 

Ein Fakt ist: Die Lebenserwartung des Menschen war noch nie so hoch wie heute. Zwar leben wir immer länger, aber nicht unbedingt besser. Die meisten Menschen werden im Laufe ihres Lebens, vor allem im Alter, teils schwer krank. Sinclair will mit seinen Forschungen beweisen, dass ein langes Leben auch weiterhin möglich ist, das es in Zukunft aber gesund und glücklich verlaufen kann.

In Sinclairs Buch sind bereits einige wissenschaftliche Studien angerissen, an einigen Stellen wäre eine noch umfangreichere wissenschaftliche Betrachtung jedoch wünschenswert. Sinclair berichtet in seinem Werk von diversen, großartigen Einzelfällen, die ihren Alterungsprozess umkehren konnten. Einer der Berichte handelt von seinem eigenen Vater, der mit 70 Jahren begann, Metformin und NMN einzunehmen und seitdem bemerkenswerte, positive Veränderungen durchmachte und noch heute gesund und glücklich lebt.

 

Altern kann man verlangsamen

 

In einigen Tierversuchen haben Forscher schon vor langer Zeit herausgefunden, dass man das Altern durch bestimmte Reize verlangsamen kann. Beim Menschen wirken die folgenden Maßnahmen mit großer Wahrscheinlichkeit:

  • Körperliche Bewegung
  • Kalorienrestriktion und Intervallfasten
  • Proteinarme Ernährung 
  • Hitze und/oder Kälte

All diese Dinge, egal ob frieren, hungern oder Unmengen an Sport zu treiben, sind jedoch leider anstrengend und unter Umständen auch sehr unangenehm. David Sinclair hat in seinem Buch „Lifespan“ deswegen gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern herausgefunden, dass das Altern auch mit weitaus weniger Aufwand verlangsamt werden kann. Zum Beispiel durch die Einnahme bestimmter Substanzen, die den NAD-Spiegel, der die Zellen gesund und jung hält, anheben kann. Eine solche, sehr hochwertige und zuverlässige Substanz ist beispielsweise Nicotinamid Mononucleotid (NMN). Zur Erklärung: Nachdem man alten Labormäusen NMN gefüttert hatte, wurden diese nicht nur messbar lebhafter, sondern sie lebten auch länger.

Doch auch das verschreibungspflichtige Diabetesmedikament Metformin soll der Verlangsamung und Aufhaltung des Alterungsprozesses dienen. Studien, die David Sinclair in seinem Buch offenlegt, fanden heraus, dass Menschen, die mit Metformin behandelt wurden, seltener an verschiedenen Krankheiten litten – darunter auch verschiedene Krebsformen. Mäuse, die Metformin bekamen, lebten im Schnitt messbar länger, als die Vergleichsgruppen.

Der dritte, von Sinclair angesprochene Stoff, ist das Resveratrol. Dank Resveratrol in Kombination mit Kalorienrestriktion konnte die Lebenszeit von Mäusen in verschiedenen Versuchen verlängert werden. Im Durchschnitt sogar um 20 Prozent. Außerdem erkrankten die Mäuse an deutlich weniger Krankheiten als die aus der Vergleichsgruppe. 

David Sinclair erwähnt in seinem Bestseller immer und immer wieder, dass er kein Arzt, sondern Wissenschaftler sei. Damit begründet er auch, dass er sich mit praktischen Tipps weitestgehend zurückhält. Am Ende seines Werkes gibt er dann aber doch noch ein paar Ratschläge und erwähnt auch, dass all dies Maßnahmen sind, die er auch selbst im Kampf gegen das Altern ergreift. 

  • Er nimmt täglich NMN, Resveratrol, Metformin, Vitamin D, Vitamin K2 und Aspirin
  • Er nutzt die Treppe statt den Aufzug, treibt regelmäßig Ausdauer- sowie Kraftsport
  • Er besucht die Saune und anschließend auch das Kältebad
  • Er lässt sein Blut regelmäßig untersuchen

Es gibt auch Dinge, die Sinclair anstrebt, jedoch nicht regelmäßig schafft umzusetzen.

  • Dinner Cancelling (Meint das Ausfallen des Abendessens)
  • Schlafen in kalter Umgebung 
  • Ein BMI im für ihn optimalen Bereich von 23 bis 25

Ganz sicher vermeiden tut er jedoch die folgenden Dinge:

  • Rauchen
  • Zucker, Brot und Nudeln 
  • Fleisch
  • Fertiggerichte aus der Mikrowelle
  • UV-Strahlung, Röntgenstrahlung und CT-Aufnahmen

Als Fazit zum Buch Lifespan von David Sinclair und zu ihm als Person per se lässt sich sagen, dass er ein sehr gründlicher Wissenschaftler ist und niemand, der sich von seinem Wunschdenken blenden lässt. Es macht nach dem Lesen seines Buches und dem Nachvollziehen der darin enthaltenen Informationen daher durchaus Sinn, sich zumindest die frei zugänglichen Substanzen Resveratrol und NMN anzuschaffen. 

Übrigens: NMN ist verhältnismäßig teuer und für den einen oder anderen Menschen unter Umständen unerschwinglich. Sinclair empfiehlt in diesem Fall das günstigere Nicotinamidribosid (NR) einzunehmen, das im Körper in NMN umgewandelt wird. Noch preisgünstiger seien Niacin und Nicotinamid, aber diese Substanzen heben den NAD-Spiegel, um den es letztlich geht, nicht so nennenswert stark an wie NMN oder NR.

Die Supplementierung der genannten Substanzen jedoch als Ersatz für eine gesunde Ernährung und einen aktiven Lebensstil zu sehen, ist nicht nur zu optimistisch gedacht, sondern kann man Ende sogar gefährlich werden. 

Die Mischung macht’s und schützt die Menschen auch im Alter vor Krankheit und einem frühen Tod. 

 

 

 

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